Das Mysteriendramen-Ensemble Basel

Als das ehemalige Kino «Scala» im Jahr 2000 nach einem Umbau von dem neuen Besitzer, dem Verein Scala Basel (Anthroposophische Gesellschaft), eröffnet wurde, begann eine Gruppe von ca. 25 Menschen intensiv an den vier Mysteriendramen von Rudolf Steiner zu arbeiten. Während vieler Jahre wurden wöchentlich die Dramen gelesen, besprochen, die Hintergründe zu den einzelnen Persönlichkeiten, geistigen Gestalten sowie zu den historischen Szenen thematisiert.


Im Jahr 2005 entstand aus dieser Arbeit die Idee, szenisch einen Einstieg in die Dramen zu versuchen. Mit dem 3. Drama «Der Hüter der Schwelle» wurde der Anfang gemacht. Kleinere Rollen wie auch einige grössere wurden von Menschen übernommen, die keine Bühnenerfahrung mitbrachten. Um das Erlebnis einer gesamten Aufführung zu ermöglichen, wurden ausgebildete Sprachgestalter /Schauspieler und einige Eurythmisten angefragt, mitzuspielen. So kam es, dass das vollständige Drama mit einem grossen Ensemble von über 35 Mitwirkenden vorbereitet werden konnte. Die Aufführungen im Jahr 2006 waren erfolgreich. So entstand das Mysteriendramen- Ensemble Basel, das seitdem ständig weiter arbeitet.

Die Dramen von Rudolf Steiner verlangen etwas Neues von der Bühnenkunst, von den Darstellern wie auch von dem Publikum. Ihr Inhalt: Wiedergeburt und Karma, geistige Welten und menschliches Zusammenleben, Selbsterkenntnis und die Erfahrung des Verwobenseins in Weltzusammenhänge, wird von den Protagonisten in aufrüttelnder Art dramatisch auf der Bühne zum Erleben gebracht. Für den Schauspieler und für den Zuschauer setzt es die Bereitschaft voraus, offen für vollkommen neue künstlerische Darbietungen und Stilmittel zu sein. Die Spielzeit jedes einzelnen Mysteriendramas beträgt mehrere Stunden. Nicht allägliche Gedankengänge verlangen für das Verständnis eine sorgfältig durchgestaltete Sprache. Um geistige Wesenheiten, Elementarwesen, Seelenkräfte überzeugend darstellen zu können, ist die Eurythmie eine wichtige Unterstützung. In den Proben vertiefen wir uns in die Dramen mit Hilfe von Bewegungsübungen, entsprechender Sprachgestaltung, mit Referaten, Gesprächen zusätzlich zu der szenischen Arbeit.

In einem Rhythmus von ca. 2 Jahren erarbeiten wir uns jeweils ein Mysteriendrama und führen es auf der Scala-Bühne in Basel und an anderen Orten als Gastspiel auf. Im Lauf der Zeit wechselten manche Spieler, doch die Gemeinsamkeit und der starke Impuls des Anfangs ist uns erhalten geblieben. Auch die Regie ist durch manche Veränderung hindurch gegangen und besteht aktuell aus einer Gruppe von 3 Verantwortlichen. Alle Mitspielenden engagieren sich ehrenamtlich für ihre Aufgaben. Es braucht immer wieder den Entschluss jedes Einzelnen zum Mitwirken.

Die Entstehung des Mysteriendramen-Ensembles Basel

Zur Erarbeitung

Regie

Sighilt von Heynitz

Johannes Händler

Patrick Exter

Bühnenbild

Angelika Hahn

Musik

Gotthard Killian (Komposition)

und das Planeten-Quartett: 

Katharina Schamböck – Violine

Dolf Zinsstag – Violine

Hermann Geugis – Viola

Gotthard Killian – Flöte, Cello