
Aufführungen
29.03.2026
Freiburg, Waldorfschule Rieselfeld
11. und 12.04.2026
Münchenstein, Rudolf Steiner-Schule
10.05.2026
Karlsruhe, Parzival-Zentrum
06. und 07.06.2026
Basel, Scala

Zum Inhalt des vierten Mysteriendramas
«Der Seelen Erwachen»
Johannes Thomasius formuliert im 3. Mysteriendrama «Der Hüter der Schwelle» einen esoterischen Grundsatz: Im Tempel darf nur aus dem «Zweiten Menschen» gewirkt werden, aus dem Teil des Menschen, der sich auf dem Schulungsweg höher entwickelt hat. Vom «Ersten Menschen», dem noch unverwandelten Teil in seiner Seele, darf sich nichts in das Geistesleben einmischen.
Die zwölf Menschen, die sich auf dem Schulungsweg entwickelt haben und im Tempel zu gemeinsamen Aufgaben gefunden haben, wollen nun als Geistesmenschen handeln und mit Hilarius, der einer Firma vorsteht, das Sozial- und Wirtschaftsleben neu gestalten. – Es zeigen sich jedoch schon bei den ersten Schritten Hindernisse in ihrer Zusammenarbeit, wie seelische Einseitigkeiten, am Alltag verhaftete Verhaltensmuster und unverarbeitete Erfahrungen aus früheren Leben. Die Widersachermächte nutzen diese Schwachstellen für ihre Absichten und versuchen, die sich bildende Gemeinschaft wieder zu zersplittern, worauf das Vorhaben scheitert – vorerst!
Jeder kann aus seinem Scheitern Impulse für seine Entwicklung gewinnen. Die mutige Erkenntnisarbeit kann karmische Stauungen lösen, die Konfrontation mit der Lebenspraxis neue Fähigkeiten bilden.
Das Projekt konnte, äusserlich betrachtet, nicht realisiert werden. Aus der Perspektive der Geistesschülerschaft jedoch wird es – in den Worten des Hilarius – „im Leben geistig weiter wirken, selbst wenn es sich im Sinnessein nicht hält. Es wird ein Teil der Kraft in ihm geschaffen, die endlich zur Vermählung führen muss von Geisteszielen und von Sinnestaten.“